Zytologie
Wir untersuchen Material aus verschiedenen Körperregionen – sowohl aus der gynäkologischen (z. B. Gebärmutterhalsabstriche zur Vorsorge) als auch aus der extragenitalen Zytologie. Zellen und Zellverbände werden auf Objektträgern ausgestrichen, angefärbt und unter dem Mikroskop beurteilt. So lassen sich gutartige Veränderungen, Tumoren oder Entzündungen erkennen.

Erste Hinweise vor einer Operation
Die Untersuchung erfolgt häufig bereits vor einer Operation und liefert damit erste diagnostische Erkenntnisse für eine gezielte OP-Planung. Auch Körperflüssigkeiten (z. B. Ergüsse) können analysiert werden, um zwischen Entzündung und Tumor zu unterscheiden. Hierbei setzen wir die Dünnschichtzytologie ein, die Störfaktoren reduziert und eine besonders präzise Beurteilung ermöglicht.
Präzise Methoden und Verfahren
Unsere Präparate werden mit Standard- und Spezialfärbungen (z. B. Cintec plus Dual Stain) bearbeitet. Zusätzlich nutzen wir immunzytochemische und molekularpathologische Verfahren. Mithilfe der Zellblocktechnik lassen sich aus Flüssig- und Punktionsmaterial Schnittpräparate herstellen, die weitere Untersuchungen in der Immunzytochemie ermöglichen.
Unser Team
Ein erfahrenes Team aus rund 25 Zytologieassistentinnen und 7 Labormitarbeitenden führt diese Arbeiten durch. Viele Assistentinnen sind Mitglieder der International Academy of Cytology (IAC) und unterstützen auch bei der Beurteilung der extragenitalen Zytologie.
Moderne Technik
Dank modernster Verfahren erfassen und archivieren wir konventionelle Abstriche digital. So können Originalpräparate jederzeit mit Spezialfärbungen verglichen werden. Am Standort Leer steht zudem ein Multiprozessor der Firma BD zur Verfügung – ein Vollautomat, der Zytologiepräparate erstellt und Proben für die HPV-Typisierung verarbeitet.
Das benötigte Versandmaterial stellen wir Ihnen selbstverständlich bereit.

Zytologie
Die Zytologie ist seit langem fest in der Diagnostik etabliert. Sie bedient sich überwiegend der lichtmikroskopischen Methode, um Körperzellen auf verdächtige Veränderungen zu untersuchen. Ein großer Vorteil dabei ist, dass das Untersuchungsgut meist in einem weniger invasiven Verfahren (Punktion, Abstrich) gewonnen werden kann.
Damit nimmt auch die Zytologie in der Tumordiagnostik und in der Vorsorgediagnostik eine wichtige Rolle ein.
Insbesondere für die Krebsfrüherkennung des Gebärmutterhalskrebses hat die Zytologie einen sehr hohen Stellenwert.
Bei dieser Methode wird das Untersuchungsgut mit einer feinen Nadel gezielt aus Organen oder Hohlräumen entnommen (Aspiration), die zuvor beispielsweise in bildgebenden Verfahren auffällig waren. Das gewonnene Material wird im Labor weiterverarbeitet: Das Sediment wird auf Objektträger aufgebracht, anschließend gefärbt und mikroskopisch beurteilt.
Unser Labor ist auf die flüssigkeitsbasierte Zytologie spezialisiert. Dieses Verfahren ermöglicht es uns, ergänzende Untersuchungen durchzuführen – von immunzytochemischen Analysen bis hin zu molekularpathologischen Verfahren.
Bei diesem Verfahren - auch als Exfoliativzytologie bekannt - wird das Zellgut mit Hilfe einer Bürste oder eines Spatels von Schleimhäuten gewonnen. Abstriche können von nahezu allen Schleimhäuten gemacht werden: Mund, Augen, Speiseröhre, Bronchialsystem, Gallengängen, Magen-Darm-Trakt oder After.
Seit der Einführung der gynäkologischen Vorsorgezytologie zur Prävention von Gebärmutterhalskrebs im Jahr 1971 hat sich die Zahl der Erkrankungen in Deutschland halbiert. Seit Januar 2020 wird diese Untersuchung bei Patientinnen ab 35 Jahren zusätzlich durch einen molekularen HPV-Test ergänzt.
Darüber hinaus stehen immunzytochemische Zusatzuntersuchungen (CinTec® und L1-Kapsid-Nachweis) zur Verfügung, die eine präzisere Diagnostik und eine verbesserte Prognosebeurteilung ermöglichen. Sämtliche Testmethoden werden in unserem Institut durchgeführt, sodass wir Gynäkologinnen und Gynäkologen eine fundierte Empfehlung für das weitere Vorgehen geben können.
Die von uns angebotene Diagnostik stellt damit die umfassendste Variante der derzeit verfügbaren Routinediagnostik im Bereich der gynäkologischen Vorsorgezytologie dar.
Bei diesem Verfahren, auch bekannt als Dünnschichtzytologie, wird die Zellprobe in einen Behälter mit Fixierflüssigkeit gegeben und im Labor weiterverarbeitet, bevor sie auf den Objektträger aufgebracht wird.
Der große Vorteil dieser Methode liegt in der sofortigen Fixierung der Zellen. Sie werden in Monolayer-Technik verteilt, was die mikroskopische Beurteilung deutlich erleichtert und die diagnostische Aussagekraft verbessert. Zudem ermöglicht das Restmaterial ergänzende immunzytochemische und molekularpathologische Zusatzuntersuchungen.
Beim konventionellen Verfahren werden die entnommenen Zellen direkt mit dem Entnahmegerät auf den Objektträger ausgestrichen, anschließend mit einer alkoholischen Lösung fixiert und im Labor gefärbt.
Auch bei dieser Methode können ergänzende immunzytochemische Zusatzuntersuchungen durchgeführt werden.

Annahmezeiten für Untersuchungsmaterial
Öffnungszeiten
Montag bis Freitag:
von 08:00 bis 17:00 Uhr
Schnellschnitte nur unter telefonischer Ankündigung
Montag bis Freitag:
von 08:00 bis 16:00 Uhr
Tel. 05923-9887777